{"id":55,"date":"2017-06-09T19:49:09","date_gmt":"2017-06-09T19:49:09","guid":{"rendered":"http:\/\/kerstin-krupp.de\/?p=55"},"modified":"2017-07-10T21:49:35","modified_gmt":"2017-07-10T21:49:35","slug":"auschwitz","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kerstin-krupp.de\/?p=55","title":{"rendered":"Auschwitz"},"content":{"rendered":"<div class=\"page\" title=\"Page 1\">\n<div class=\"section\">\n<div class=\"layoutArea\">\n<h3>20. September 2013 | Berliner Zeitung<\/h3>\n<h3><strong>Dem Unsagbaren eine Stimme geben<\/strong><\/h3>\n<div class=\"column\">\n<h2><em>Wie eine \u00dcberlebende des Holocaust noch einmal um Gerechtigkeit k\u00e4mpft<\/em><\/h2>\n<h4>Von Kerstin Krupp<\/h4>\n<h3>BUDAPEST. Liebe ist eben Liebe. Und weil das so ist, war das Erste, was sich Eva Fahidi nach dem Krieg gekauft hat, nicht etwa ein neues Kleid oder ein Topf. Sie erwarb die Texte s\u00e4mtlicher Wagner-Opern. \u201eDort stehen sie\u201c, sagt die 87- J\u00e4hrige. Sie geht zum B\u00fccherregal zwischen den beiden hohen Fenstern ihres Wohnzimmers und zieht einen Band heraus.<\/h3>\n<h3>Die Seiten der Sammlung sind angegilbt, die Buchstaben in gotischer Frakturschrift. \u201eIch liebte die Musik und vor allem die my- thischen Geschichten schon als Kind. Und die Liebe, die vergeht nie.\u201c Sie war mit ein Grund daf\u00fcr, dass die Ungarin bereits als Kind die deutsche Sprache gelernt hat.<\/h3>\n<h3>Ihrer Liebe hat Eva Fahidi nie den R\u00fccken gekehrt. Gr\u00fcnde h\u00e4tte es mehr als ge- nug gegeben. Ist die Sprache des Komponisten doch auch die der nationalsozialistischen M\u00f6rder, die die J\u00fcdin mit Hunderttausenden ihrer Landsleute gefangen und nahezu alle barbarisch umgebracht hatten.<\/h3>\n<h3>Eva Fahidi sitzt sehr aufrecht auf einem mit Goldstoff bezogenen neobarocken Stuhl. Die Sch\u00f6nheit ihrer Jugend ist zu er- ahnen, in dem vom wei\u00dfen Haar umrahmten Gesicht. Neben ihr auf einem ebenso goldenen Sofa lauscht Thomas Walther den Erz\u00e4hlungen der alten Dame.<\/h3>\n<h3>Der deutsche Anwalt ist nicht zum ersten Mal zu Besuch in Budapest. Der 70-j\u00e4hrige Richter im Ruhestand hat Eva Fahidi \u00fcberzeugt, ihre Geschichte vor einem deutschen Gericht zu erz\u00e4hlen. Sie soll als Nebenkl\u00e4gerin auftreten, wenn es zum n\u00e4chsten Prozess gegen einen Wachmann des Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau kommt. Es ist das Lager, in dem Eva Fahidi zwar nicht ihre Liebe, aber ihr fr\u00fcheres Leben verlor.<\/h3>\n<h2><strong>Albtraum Auschwitz<\/strong><\/h2>\n<h3>Am 29. April 1944 wurde die damals 18-J\u00e4hrige mit ihrer Familie aus ihrem Haus in Debrecen, der zweitgr\u00f6\u00dften Stadt Ungarns, verschleppt: Mutter Irma, Vater Desz\u00f6 und die zehnj\u00e4hrige Schwester Gilike. Die Deportation endete in Auschwitz. \u201eHier wurde alles durch eine Handbewegung zunichte gemacht, mit der der KZ-Arzt Mengele mich auf die eine, meine Eltern und meine Schwester auf die andere Seite schickte\u201c, erinnert sich Eva Fahidi. Sie schaut ihr Gegen\u00fcber direkt an, h\u00e4lt einen fest mit ihrem Blick, als ob sie sich der Aufmerksamkeit des Zuh\u00f6rers vergewissern wollte. Ihre von einem zarten Lidstrich umrandeten Augen sind von einem klaren Blau. Sie haben nicht an Glanz verloren, nicht an Neugier.<\/h3>\n<h3>In Auschwitz, in diesem Albtraum, war Eva Fahidi pl\u00f6tzlich auf sich selbst gestellt. Wieder wurde sie deportiert, es folgten Skla- venarbeit, Hunger und Schikane im hessi- schen Konzentrationslager M\u00fcnchm\u00fchle. Irgendwann, gegen Ende des Krieges, wurde die ausgezehrte Frau auf einen Todes-<\/h3>\n<\/div>\n<div class=\"column\">\n<p>marsch geschickt. Da gelang ihr die Flucht. Es sollte Monate dauern, bevor Eva Fahidi am 4. November 1945 nach Debrecen zu- r\u00fcckkehrte. Eine einsame Entscheidung. Die meisten ungarischen Holocaust-\u00dcber- lebenden kehrten ihrem Land, das sie nicht besch\u00fctzt hatte, den R\u00fccken und wander- ten aus, viele in die USA.<\/p>\n<p>Debrecen aber war nicht mehr der wunderbare Ort ihrer Kindheit. Im Elternhaus lebten fremde Menschen, die vor der R\u00fcckkehrerin die T\u00fcr zuschlugen. \u201eVon dem, was ich gewesen bin, ist nichts geblieben, nur die Erinnerung.\u201c<\/p>\n<p>Musik, Stimmengewirr und ein warmer Windhauch wehen von der Stra\u00dfe in das Wohnzimmer. Drei Etagen tiefer spazieren Touristen an den Jugendstilbauten in der Vaci utca vorbei, der Fu\u00dfg\u00e4ngerzone im historischen Zentrum von Budapest. Eva Fahidi lebt seit f\u00fcnfzig Jahren in dem Haus, immer in derselben Wohnung.<\/p>\n<p>Den deutschen Urlaubern, die zahlreich durch ihre Stra\u00dfe flanieren, ist sie stets ausgewichen. Eva Fahidi wollte nicht angesprochen werden. Dabei sind ihre Ausdr\u00fccke im Deutschen gew\u00e4hlt, die Grammatik tadellos, nur das \u201er\u201c rollt wie im Ungarischen. Aber Eva Fahidi hatte nach dem Krieg beschlossen, dass niemals mehr ein Wort der Sprache ihrer Peiniger ihren Mund verlassen sollte, auch wenn sie weiter leiden- schaftlich deutsche Autoren las.<\/p>\n<p>Doch dann \u00e4nderte sich etwas.<\/p>\n<p>Erst hat Eva Fahidi der Gedanke, vor einem deutschen Gericht aufzutreten, ge- \u00e4ngstigt. Inzwischen sehnt sie den Prozess herbei. Sie m\u00f6chte ihre Geschichte erz\u00e4h- len, m\u00f6chte \u00f6ffentlich Zeugnis ablegen. Dass dies geschehen kann, daran arbeitet Thomas Walther seit Jahren. Dem Juristen aus dem Allg\u00e4u ist es auch zu verdanken, dass es zu dem Prozess gegen den ehemaligen KZ-Wachmann John Demjanjuk gekommen ist. Der geb\u00fcrtige Ukrainer wurde 2011 wegen Beihilfe zum Mord an mindestens 28 060 Menschen im Vernichtungslager Sobibor zu f\u00fcnf Jahren Haft verurteilt. Das war neu. Denn das Gericht konnte ihm keine konkrete Tat nachweisen. Seither gilt die Rechtsauffassung: Jeder Besch\u00e4ftigte eines Todeslagers hat sich schuldig gemacht.<\/p>\n<p>Erst Anfang September hat die Zentrale Stelle der Landesjustizverwaltungen zur Aufkl\u00e4rung nationalsozialistischer Verbrechen in Ludwigsburg noch einmal drei\u00dfig Namen ehemaliger NS-Verbrecher ermittelt und bekannt gegeben. Ob gegen die Greise Verfahren er\u00f6ffnet werden, liegt im Ermessen der zust\u00e4ndigen Staatsanwaltschaften.<\/p>\n<h2><strong>Prozess gegen fr\u00fcheren SS-Mann<\/strong><\/h2>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Eva Fahidi will gleich in zwei Prozessen auftreten. Da w\u00e4re zum einen der gegen Hans Lipschis. Der 93-J\u00e4hrige geh\u00f6rte dem Totenkopf Sturmbann der SS an, dessen<\/p>\n<\/div>\n<div class=\"column\">\n<p>Hauptaufgabe die Bewachung und Verwaltung der von der SS errichteten Konzentrationslager war. Er war in Auschwitz-Birkenau eingesetzt, als die ungarischen Juden 1944 ankamen. Vielleicht war der geb\u00fcrtige Litauer einer der M\u00e4nner, die in der Mor- gend\u00e4mmerung des 1. Juli an der Rampe gestanden haben, als Eva Fahidi mit ihrer Familie aus dem Viehwaggon gesto\u00dfen wurde.<\/p>\n<p>Die USA, wohin der B\u00e4cker nach dem Krieg ausgewandert war, haben Lipschis 1983 ausgewiesen, als seine Vergangenheit bekannt wurde. In Deutschland aber lebte er unbehelligt im baden-w\u00fcrttembergischen St\u00e4dtchen Aalen \u2013 bis Mai dieses Jahres. Da veranlasste die Staatsanwaltschaft Stuttgart die Festnahme des Greises. Noch diesen Herbst will sie Anklage erheben.<\/p>\n<p>Der zweite ist Johann Breyer. Auch er war im Totenkopf Sturmbann, auch er war im Sommer 1944 in Birkenau. Derzeit lebt der 88-J\u00e4hrige in Philadelphia. Die USA w\u00fcrden den Mann gerne ausweisen. Sie k\u00f6nnen aber nicht, solange die zust\u00e4ndige Staatsan-<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><em>\u201eWir \u00dcberlebende schwiegen um unserer Ruhe willen, gehorsam und opportunistisch.&#8220;\u00a0Eva Fahidi<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>waltschaft im bayerischen Weiden keine Anklage erhebt. Seit dem 20. August 2012 liegen die Ermittlungsakten der NS-Fahnder aus Ludwigsburg auf dem Tisch des Staatsanwalts. 180 Seiten, 637 Fu\u00dfnoten und zu jeder Fu\u00dfnote die dazugeh\u00f6rigen Dokumente. Den Staatsanw\u00e4lten reicht das nicht. Sie ermitteln weiter. Ende offen.<\/p>\n<p>Und so wartet Eva Fahidi. \u201eGibt es etwas Neues?\u201c, fragt sie Walther. Der sch\u00fcttelt den Kopf und f\u00e4hrt sich durch die widerspenstigen wei\u00dfen Haare. Er hat in den vergange- nen Jahren viele Gespr\u00e4che mit ehemaligen KZ-H\u00e4ftlingen gef\u00fchrt und wei\u00df, wie unangenehm ihnen die Vorstellung ist, vor ein deutsches Gericht zu treten. Dennoch l\u00e4sst Thomas Walther nicht locker. Seit Jahren reist er auf eigene Kosten nach Israel, die Niederlande, Polen, England und eben auch Ungarn auf der Suche nach Zeugen.<\/p>\n<p>\u201eErst hatte ich Angst, aber jetzt will ich in allen Prozessen gegen SS-Menschen aussagen, die in Auschwitz-Birkenau waren, als ich da war\u201c, sagt Eva Fahidi. \u201eVielleicht hat einer von ihnen zugeschaut, wie meine Mutti und meine kleine Schwester ins Gas gingen.\u201c Eine Verurteilung der \u201ealten Trot<span style=\"font-size: 1rem;\">tel\u201c, wie sie sagt, ist ihr nicht wichtig. Es geht ihr um ein Zeichen.<\/span><\/p>\n<\/div>\n<div class=\"column\">\n<p>\u201eKaffee? Tee?\u201c Eva Fahidi geht in die K\u00fc- che und setzt Wasser auf. Aus dem Gefrierfach zieht sie einen Beutel mit selbst gemachten Zwetschgenkn\u00f6deln. \u201eWunderbar. Ein Rezept von meiner Mutti\u201c, sagt sie und l\u00e4chelt m\u00e4dchenhaft.<\/p>\n<p>45 Jahre hat Eva Fahidi geschwiegen \u00fcber das Grauen, das ihr erstes Leben zerst\u00f6rte. Im kommunistischen Ungarn war, wie in vielen anderen L\u00e4ndern, von den \u00dcberlebenden erwartet worden, den Holocaust zu vergessen oder, wenn sie dazu nicht f\u00e4hig waren, wenigstens nicht dar\u00fcber zu sprechen. Zumindest nicht \u00f6ffentlich. \u201eWir \u00dcberlebende schwiegen um unserer Ruhe willen, gehorsam und opportunistisch\u201c, sagt Eva Fahidi. Au\u00dferdem erhoffte sich die flammende Kommunistin den Aufbau eines neuen, gerechteren Ungarns.<\/p>\n<p>Ihre b\u00fcrgerliche Herkunft aber war den neuen Machthabern ein Dorn im Auge. Alles, was ihr an Grund und Boden aus Familienbesitz geblieben war, wurde enteignet. Wieder war sie ganz unten. Doch dank Z\u00e4higkeit, Intelligenz und Sprachkenntnissen \u2013 sie spricht auch Franz\u00f6sisch \u2013 arbeitete sie sich bis zur Au\u00dfenbeauftragten des ungarischen Stahlkombinats empor. Eine Arbeit, die ihr Reisen in die ganze Welt erm\u00f6glichte. Sie heiratete, lebte ein unauff\u00e4lliges Leben. \u00dcber ihre Vergangenheit schwieg sie.<\/p>\n<p>Bis zu diesem Tag im Jahr 1989. In allen wichtigen ungarischen Zeitungen er- schien pl\u00f6tzlich eine Anzeige der hessischen Stadt Stadtallendorf. Deren Verwaltung suchte fr\u00fchere H\u00e4ftlinge des Lagers M\u00fcnchm\u00fchle, einem Au\u00dfenlager des KZ Buchenwald. Die dort inhaftierten Frauen bef\u00fcllten in Allendorf, wie es damals noch hie\u00df, f\u00fcr die Dynamit Nobel AG zentner- schwere Granath\u00fclsen mit Sprengstoff. Zw\u00f6lf Stunden am Tag, fast ohne Pause, Essen oder Trinken.<\/p>\n<p>\u201eMein erster Gedanke war: Was wollen die jetzt noch von uns?\u201c, sagt Eva Fahidi. In ihrer Erinnerung war Deutschland noch der faschistische Staat, der Menschen wie sie er- niedrigt, gequ\u00e4lt und ermordet hat.<\/p>\n<p>Eine ehemalige Mitgefangene \u00fcberredete Eva Fahidi, mit nach Deutschland zu fahren. Als \u00dcbersetzerin. Sie gab nach. Kaum angekommen, waren die Vorbehalte schnell verflogen. \u201eWir konnten gar nicht fassen, wie Deutschland sich ver\u00e4ndert hatte\u201c, erinnert sie sich an die Begegnungswoche in Stadtallendorf im Oktober 1990. \u201eWir wurden verw\u00f6hnt, junge Freiwillige k\u00fcmmerten sich um uns, begleiteten uns zur ehemaligen Fabrik und zum ehemaligen Lager. Vertreter der Stadt, des Landes hielten Ansprachen und baten uns um Verzeihung. Das werde ich nie vergessen.\u201c<\/p>\n<\/div>\n<div class=\"column\">\n<p>Seither besucht Eva Fahidi den Ort regel- m\u00e4\u00dfig. Sie hat Vortr\u00e4ge gehalten und Schulklassen gef\u00fchrt, alte Menschen nach ihren Erinnerungen befragt, Interviews gegeben. Ein Museum ist entstanden. \u201eUnser Museum\u201c, wie Eva Fahidi sagt. Dort findet sich in einer Vitrine der Pullover, den ein ameri- kanischer GI der halb Verhungerten nach der Befreiung geschenkt hat. Aber auch ein Hemdchen ihrer Schwester Gilike.<\/p>\n<p>Der Kontrast zur Aufarbeitung der Kriegszeit in ihrer Heimat Ungarn war gro\u00df und ist es noch immer. 59 Jahre hat es seit Kriegsende gedauert, bis ein ungarischer Ministerpr\u00e4sident erstmals aussprach, dass es Ungarn waren, die halfen, den Holocaust an ihren j\u00fcdischen Mitb\u00fcrgern zu organi- sieren. Genau so viel Zeit verging, bis ein Gedenkzentrum in Budapest eingerichtet wurde. Eva Fahidi war anfangs oft dort. Auch hier sprach sie vor Schulklassen, half bei der Weiterbildung von Lehrern, kam zu Musikveranstaltungen. Doch seit fast zwei Jahren setzt sie keinen Fu\u00df mehr in das Haus. \u201eDie Ausstellung wurde unter der neuen Regierung ver\u00e4ndert.\u201c Zum ersten Mal erhebt sich ihre Stimme. \u201eDas ist die to- tale Verf\u00e4lschung der Tatsachen.\u201c<\/p>\n<p>Tats\u00e4chlich musste 2011 nach wochenlangen Auseinandersetzungen \u00fcber die Darstellung von Ungarns Verstrickungen mit Nazi-Deutschland der bisherige Museumsleiter gehen. Seinem Nachfolger wurde ein Kuratorengremium beiseitegestellt, dessen Mitglieder nun die rechtskonservative Regierung von Ministerpr\u00e4sident Viktor Orban ernennt.<\/p>\n<p>\u201eSeither hat man den Eindruck, als h\u00e4tten die Ungarn nichts mit dem Holocaust zu tun gehabt, als ob das nur die Deutschen waren. Wie soll das gehen, bitte?\u201c Eva Fahidi hebt die Arme, l\u00e4sst sie wieder fallen. Allein zwischen dem 19. Mai und dem 11. Juli 1944, in knapp acht Wochen, trafen 136 Z\u00fcge mit 430 000 ungarischen Juden in Auschwitz-Birkenau ein. Ohne die massive Hilfe der ungarischen Verwaltung, Bahn und Gendarmerie w\u00e4re diese logistische Leistung mitten im Krieg nicht m\u00f6glich gewesen.<\/p>\n<p>\u201eSie haben sich so entsetzlich benommen\u201c, erinnert sich Eva Fahidi an diese Gendarmen. Ihre Erinnerungen decken sich mit denen anderer \u00dcberlebender sowie den Recherchen der deutschen Historiker G\u00f6tz Aly und Christian Gerlach, die ein Buch dar\u00fcber schrieben.<\/p>\n<p>\u201eDieses Buch h\u00e4tte ein Ungar schreiben m\u00fcssen\u201c, sagt Eva Fahidi. Der Band findet sich in einem weiteren Regal im Wohnzimmer. Auf sieben Etagen stehen dort eng an eng Schriften \u00fcber den Holocaust. Weit entfernt von dem B\u00fccherschrank mit deutscher Literatur und den Wagner-Libretti. Weit entfernt von ihrer Liebe.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>20. 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